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Neulich im Netz: Der Pleitegeier kreist über der Gaming Industrie.

So kann es gehen. ATARI Inc. war in den 70er und 80er Jahren Martktführer und Pionier der Gamingindustrie mit seiner Konsole ATARI2600, ATARI war es damals auch die die wechselbaren Module in Konsolen auf dem Markt etabliert und darüber hinaus das erste Spiel überhaupt vermarktet hat – PONG. Heute ein klassiker, den Fans übrigens im Computerspielemuseum in Berlin anschauen können. Doch als langsam die Homecomputer in die Haushalte einzug erhielten wurde es für ATARI immer schwieriger mitzuhalten. In den 90er Jahren wurde es dann wirklich stürmisch für ATARI da mehrere Besitzerwechsel vollzogen wurden bis ATARI schliesslich 2000 an Infogrames verkauft worden ist- dem französischen Vorgänger der ATARI Sa, der einst zu den Weltbranchenführern gehörte.

Doch auch die Franzosen hatten immer mehr Probleme damit die Firma lukrativ zu führen. Seit 2001 schrieben sie nurnoch rote Zahlen wofür das französische Unternehmen maßgeblich den US-Filialen die Schuld in die Schuhe geschoben haben.

Die Firmen Atari, Atari Interactive, Humongous und California US Holdings haben gemeinsam Insolvenz angemeldet um sich so der finanziellen Bürde vom französischen Mutterkonzerns zu entziehen. Sie hoffen nun auf Finanzspritzen von Investoren um weiter mitmischen zu können, ob und wann es soweit sein wird, wird sich zeigen. Im Rahmen der Insolvenz verkauft Atari vermutlich einige seiner bekanntesten Marken, darunter Kulthits wie „Asteroids“, „Centipede“, „Pong“ und „Test Drive“ Ob die Rechnung aufgeht oder Atari das Schicksal des kürzlich in Einzelteilen versteigerten Herstellers THQ teilt, bleibt abzuwarten.

Apropos THQ. Seit geraumer Zeit wackelte der Publisher-Riese THQ. Der ehemals größte Publisher wurde vor kurzem in Einzelteilen verkauft, zerschlagen und aufgelöst. Ende der 80er Jahre wurde THQ damals noch unter dem Namen Trinity Acquisition Corporation gegründet. Das Acronym THQ stand damals ursprünglich für Toy Headquarters, als die Firma noch ein reiner Spielzeughersteller gewesen ist. Seit 1994 stellte THQ dann schliesslich auch Videospieler her – einige Titel bekannt und  erfolgreich andere waren absolute Flops. Gegen ende der Firmenzeit waren die Spieler kaum noch erfolgreich.

2011 gab THQ schliesslich offiziell bekannt das es finanzielle Probleme gibt. Mit den Verschiebungen mancher Titel wurde sonnenklar, dass der Publisher kein Geld mehr hat um die Entwicklungen weiterer Titel zu finanzieren. Die Aktienfonds lagen lange Zeit konstant unter einen Dollar und verschwanden schliesslich später aus dem Index. Daraus resultierend meldete THQ Insolvenz an und auch Finanzspritzen von Investoren halfen nur das unvermeidliche herrauszuzögern.

Schon heftig was teilweise aus so großen erfolgreichen Unternehmen werden kann. Auch wenn ich jetzt ins blaue rate und mir damit vielleicht den einen oder anderen dummen Kommentar gefallen lassen muss. Wenn Square Enix nicht bald wach wird und wieder anfängt SPIELE zu machen, dann ist diese Firma meiner Meinung der bis dato größte Anwärter auf den nächsten Insolvenzantrag.

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